Häufig wird die Veränderung als Wunsch des Menschen von ihm selbst zum Teil abgelehnt. Dies äußert sich meist in Ängsten vor den Folgen der Veränderung, Schuldgefühlen oder anderen diffusen Gefühlen. Nicht berücksichtigte Persönlichkeitsanteile sind meist die Ursache dieser Widerstände. Diese Persönlichkeitsanteile sind dem Betroffenen meist nicht bewusst bekannt, so dass er dieses Unwohlsein nicht zuordnen kann.
Jede Veränderung in einer Struktur (innerlich wie äußerlich) wirkt sich auf die gesamte Struktur aus:
Die Veränderung einer einzigen Form, führt zu einer Veränderung für das gesamte System. Um ein wirklich sinnvolles Ziel zu definieren und erreichbar zu machen, müssen alle betroffenen inneren Anteile integriert werden.
Sehr anschaulich wird dieses innere Team der Persönlichkeitsanteile, wenn man das Gedankenmodell von IPM (Institut für persönlichkeitsorientiertes Management, Görlitz) betrachtet. Es wird davon ausgegangen, dass der Mensch sechs wesentliche, übergeordnete bipolare Grundbedürfnisse hat:
Ein weiterer Bestandteil der Ganzheitlichkeit sollte Berücksichtigung der Ebenen Körper, Seele und Geist sein. Diese Aufteilung ist den anthroposophischen Begriffen angelehnt.
Ein Beispiel: Ein Mensch, der nach einem Marathonsieg strebt, mag dies vielleicht mental (seelisch) schaffen und mit seinen geistigen (philosophisch-moralischen) Vorstellungen vereinbaren können. Sollte dieser Mensch jedoch unter Übergewicht leiden und seit Jahrzehnten keinen Sport mehr gemacht haben, ist dieses Unterfangen körperlich schwer realisierbar. Lässt man dies außer Acht, kann es zu einem lebensbedrohlichen Ende des Wettkampfes kommen.
Kann ein Mensch Ziele auf körperlicher und seelischer Ebene realisieren und handelt damit gegen seinen strengen Glauben, kann es zu ernst zu nehmenden psychischen Problemen kommen.
Ebenso richtet es Schaden an, wenn ein Mensch zugunsten seiner geistig-religiösen Ausrichtung seine seelischen und körperlichen Bedürfnisse außer Acht lässt.
Es ist schwierig, einen Knoten zu lösen, wenn man sich im Zentrum seiner Verstrickungen befindet.
So mag es sein, dass ein Mensch für sich lernen möchte, „Nein“ zu sagen und dieses Ziel für ihn absolut stimmig ist. Eine solche Veränderung seiner Fähigkeiten wird aber auch Veränderungen in seinen Beziehungen mit sich bringen.
Veränderung ist dann leicht, wenn die Persönlichkeitsanteile, die drei Ebenen des Wesens und die Auswirkungen auf das soziale System berücksichtigt werden!
(ursprünglich veröffentlicht am 17.04.2011)
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