Samstag, 18. Mai 2013

Bremser und Nörgler - wichtig in jedem Team!

In diesem Post beziehe ich mich, wenn ich von einem Team schreibe, nicht nur auf ein Team in einem Unternehmen. Der Begriff ist hier erweitert zu sehen auf den privaten Bereich: auch eine Familie, eine Clique, ein Verein oder ähnliches sind ein Team.

Nun kennt wohl jeder eine Situation, in der sein Team eine Aufgabe zu bewerkstelligen hat. Es geht um die Entwicklung neuer Ideen oder Verfahren. Vielleicht soll etwas geplant werden. Alle bringen sich ein und äußern ihre Ideen bis Einigkeit herrscht. Dann ist es soweit: es meldet sich der ewige Nörgler und Bremser mit der Aussage, dass an bestimmte Dinge nicht oder nicht ausreichend gedacht wurde. Alle stöhnen auf, weil doch eigentlich schon alles fertig war...

Ebenso unbeliebt ist oft derjenige im Team, der immer wieder eine „Extrawurst“ braucht. Alle sind sich einig über eine bestimmte Sache und halten sich daran. Dann kommt er wieder und macht es doch wieder anders...

Warum ist das so?

Das Institut für persönlichkeitsorientiertes Management beschreibt hier sehr schön sechs grundlegende Ausprägungen von Persönlichkeiten, bzw. sechs grundlegende polare Bedürfnisse des Menschen:

Individualität – Zugehörigkeit
Erkenntnis – Empathie
Sicherheit – Durchsetzung

Wenn es um die Entwicklung neuer Ideen und um die „Eroberung“ neuer Felder geht, sind Menschen mit einem Bedürfnis nach Durchsetzung, also dem Drang nach neuen Taten, dem Wunsch neue Ufer zu erobern und zu entdecken, gefragt. Schnell soll es weiter gehen!
Der oben beschriebene notorische Nörgler hat ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis. Alles soll lieber einmal zu viel als zu wenig geprüft werden. Es will alles wohl abgewogen werden!
Eine solche Position in einem Team aus Eroberern zu haben ist sehr schwer und verdient absoluten Respekt. Einerseits wegen der hohen persönlichen Integrität, die dahinter steckt, und andererseits wegen der enorm wichtigen Sicherheitsfunktion.

Ebenso verhält es sich mit der „Extrawurst“. Das Bedürfnis nach Individualität, also das „aus dem Rahmen fallen“, steht dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, also dem Anstreben einer möglichst gleichgeschalteten Gemeinschaft, entgegen. Nun würde es wohl kaum herausragende Momente geben, wären da nicht eben diese „Extrawürste“. Und aus so mancher „Extrawurst“ ist ein neues Produkt/Verhalten entstanden, dass von der Gemeinschaft übernommen wurde.

Gemäß dem Spruch „Gegensätze ziehen sich an“ macht es also Sinn, sich unliebsame Teamkollegen genauer anzugucken und sich zu fragen, was einem Selbst vielleicht fehlt, was der Andere hat!

(ursprünglich veröffentlicht am 22.05.2011) 

www.dreier-kukt.de

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