Daraus folgen für die familiären und freundschaftlichen
Beziehungen drei klare Aufträge:
1. positive Verstärkung in Form von Lob, wo möglich
2. ehrliche konstruktive Kritik, wo nötig
3. eine Sicherheit bietende Tagesstruktur mit klaren Regeln
2. ehrliche konstruktive Kritik, wo nötig
3. eine Sicherheit bietende Tagesstruktur mit klaren Regeln
Lob und Kritik sind gleichermaßen wichtig. Ein
Ungleichgewicht in Richtung übertriebenes Lob würde zu einem falschen
Selbstbild führen und negative, destruktive Kritik würde für einen weiteren
Abbau des Selbstwertgefühls sorgen.
Für die Erziehenden ist dies eine echte Aufgabe, da eine
dauerhafte Schulverweigerung des Kindes für sie Druck auf unterschiedlichen
Ebenen mit sich bringt (Selbstzweifel „Was haben wir falsch gemacht?“,
Schulpflicht „Sie müssen ihr Kind zur Schule bewegen!“, sozialer Druck „Warum
geht eure Tochter/euer Sohn nicht zur Schule?“)
Gerade deswegen: die Beziehung zum Kind muss gut gepflegt werden, um es zu unterstützen. Kritik also immer ausschließlich an den Taten üben und positiv formulieren. Niemals die Persönlichkeit des Kindes kritisieren, nur das konkrete Verhalten!! (z.B. „Es regt mich total auf und macht mich sauer, dass du morgens so ein Theater veranstaltest/laut bist/schimpfst. Ich fände es viel schöner, wenn wir in Ruhe miteinander frühstücken könnten!“)
Gerade deswegen: die Beziehung zum Kind muss gut gepflegt werden, um es zu unterstützen. Kritik also immer ausschließlich an den Taten üben und positiv formulieren. Niemals die Persönlichkeit des Kindes kritisieren, nur das konkrete Verhalten!! (z.B. „Es regt mich total auf und macht mich sauer, dass du morgens so ein Theater veranstaltest/laut bist/schimpfst. Ich fände es viel schöner, wenn wir in Ruhe miteinander frühstücken könnten!“)
Unabdingbar wichtig ist es – gerade bei längeren Phasen der
Schulvermeidung – zu Hause eine möglichst strikte Alltagsstruktur einzuhalten.
Klare Regeln und Vorschriften und deren konsequente Einhaltung sind für das
Kind unangenehm und es wird zu Konflikten im häuslichen Bereich kommen. Auch
bei diesen Konflikten ist es wichtig, dass das Kind spürt, dass die Regeln und
Konsequenzen dem Schutz und der Unterstützung des Kindes dienen.
Wenn solche Konflikte ausgetragen werden und das Kind merkt, dass die Beziehungen nicht darunter leiden, steigert dies das Selbstwertgefühl.
Wenn solche Konflikte ausgetragen werden und das Kind merkt, dass die Beziehungen nicht darunter leiden, steigert dies das Selbstwertgefühl.
Weder Kinder noch Erwachsene können besonders gut zuhören, wenn sie sich
streiten. Deshalb macht es Sinn, in einer ruhigen Situation die Regeln und die
Struktur durchzusprechen. Noch besser ist es, etwas wie einen Vertrag
aufzusetzen, aus dem auch die Gründe für die Regeln und die vorgeschriebene
Struktur hervorgehen. Auch hier wieder positiv formulieren!
Eine Vorlage für
solche Regeln und Strukturen in Schriftform finden Sie hier:
Es ist meist leichter mit anderen Kindern Hausaufgaben zu
machen, als mit den eigenen. Das liegt an der emotionalen Nähe und ist ganz
normal. Wenn es um die Veränderung grundsätzlicher Verhaltensweisen und
Einstellungen geht, ist die emotionale Nähe noch gravierender im Weg. Es ist
unbedingt empfehlenswert, therapeutische Unterstützung von außen zu suchen. Hierbei sollte nicht nur
das Kind, sondern möglichst alle Bezugspersonen mit einbezogen werden
(systemischer Ansatz).
Ich wünsche allen Betroffenen die nötige Kraft, gestärkt aus
dieser Phase hervorzugehen.
Einen weiteren Blog-Beitrag zum Thema Schulangst finden Sie
hier:
Bildquellen: Gerd Altmann / pixelio.de
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